Rudi
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K9 Suchhunde Grevenbroich – Rudi auf Spur

K9 Suchhunde Grevenbroich

Werte Teckel und Bedienstete, heute erzähle ich Euch ein wenig von meinen Heldentaten bei den Suchhunden. Genauer: Vom Trupp der K9 Suchhunde Grevenbroich. Hier kann ich mich einmal die Woche beim Mantrailing so richtig auspowern und zeigen, was ich drauf habe.

Mantrailing – Was ist das eigentlich?

Eigentlich ist das ganz schnell erklärt: In unserer Hobby-Klasse geht es nicht um das Lösen von Kriminalfällen, das Aufspüren von Verbrechern oder die Jagd nach Dr. Kimble. Wir suchen (und finden) zwar auch Vermisste Personen (VPs). Aber die sind meistens ganz harmlos und verstecken sich freiwillig.

Und das geht so: Die „VP“ gibt einen Geruchsartikel ab. Uns Hunden ist es eigentlich Schnuppe, was das ist. Wir riechen so bombastisch gut, dass der Mensch etwas nur einmal kurz berührt haben muss, um für uns unverwechselbar zu sein. Diesen Geruchsartikel riechen wir kurz am Start an und folgen dann der Spur des Menschen, der sich irgendwo versteckt hat.
Das kann in einem Gebüsch sein, in einem Waldstück oder sogar in einem Gebäude.

Jeder dieser menschlichen Stinker verliert nämlich wo er geht und steht kleine Partikel. Und die erschnüffeln wir. Die echten Profis können sogar Menschen finden, die vor ein paar Wochen mal an einem bestimmten Ort gewesen sind. Gut – das sind echte Freaks. Hochleistungsportler. Echt ne andere Liga als wir Freizeit-Schnüffler.

Das ist natürlich jetzt sehr, sehr vereinfacht geschrieben, damit auch der menschliche Pöbel es verstehen kann. In Wirklichkeit ist die Suche ein Kraftakt: Einerseits, weil da natürlich immer noch ein Mensch am anderen Ende der Leine hängt. Den muss man auch noch durch die Gegend zerren.
Viel wichtiger ist aber, dass wir Hunde uns dabei wirklich anstrengen müssen (nach dem Trail mache ich dann meist auch ein Nickerchen, während der Butler mich nach Hause fährt). Was viele der dummen Menschen nicht wissen: Unser Hirn ist auf Geruch geeicht. Und so eine Spur zu finden, benötigt eine Menge Hirn.

K9 Suchhunde Grevenbroich – und wer ist mit von der Partie?

Arbeiten durfte ich schon mit Michi, Marion und Petra. Alle drei verstehen unglaublich viel von uns Hunden. Das ist eine wahre Wohltat in dieser Welt voll von ignorantem, faulen Personal. Jede Woche denken sich die Drei eine tolle, neue Strecke und lustige Verstecke aus. Dabei sind sie von früh bis spät unterwegs- nicht so wie mein faules Personal, das den ganzen Tag hinter dem Computer hockt und das „Arbeit“ nennt.
Und wenn sie nicht gerade eine Tour durch verlassene Häuser oder über die Hasenwiese planen, sind sie irgendwo op jück, um mit den Profis zu üben.
Daheim versuchen sie dann nach Kräften den Kampf gegen die Windmühlen der Unwissenheit des übrigen Personals zu gewinnen. Mittler zwischen der edlen Hundewelt und dem niederen Stand unseres menschlichen Personals sozusagen.

Häufig sind auch Lisa (angestellt bei der wirklich gutaussehenden Ivy) und Ricarda (Special Assistant to Kanzleidackel Duffy) mit von der abendlichen Chose. Ricarda ist übrigens auch gelegentlich meine private Kamerafrau. Immer, wenn sie vom großzügigen Duffy ein wenig Freizeit bekommt, filmt sie meine heroischen Heldentaten (und die Missetaten meines „Hundeführers“).

Kann das jeder?

Ihr lest es schon zwischen den Zeilen: Hier geht es mal nicht nur um uns begnadet intelligente Dackel. Beim Mantrailing sind alle möglichen Hunde mit am Start: Große und kleine Rassen, alte Hunde und sogar auch ein Welpe (schöne Grüße an die liebe, kleine Ronja aka Holla die Waldfee vom Merscher Feld FCI).

Und ja: Beim Personal liegt die Messlatte nicht sehr hoch: Sie lernen ja noch und wir Hunde sind wie immer gnädig mit unseren Leuten. Hauptsache, wir haben Spaß!

Der Tag neigt sich dem Ende und ich könnte Euch noch so viel erzählen übers Mantrailen. Mach ich auch – aber ein anderes Mal. Jetzt geht’s in Körbchen….

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